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Interview - Ulmate zu Besuch im Atelier Schlieper

Atelier Schlieper
Ulmate zu Besuch im Atelier Schlieper
  
Der seit 1999 selbständige Fotograf Ulli Schlieper führt zusammen mit seiner Frau Inga das Atelier Schlieper in Senden. Die beiden ausgebildeten Fotografen beschäftigen 2 fest angestellt Mitarbeiter, sowie 3 Azubis und eine Aushilfe. Der Schwerpunkt liegt bei der Portrait- und Hochzeitsfotografie. In letzter Zeit kommen zusätzlich immer mehr Aufträge aus der Werbebranche, da es dort ebenso sehr wichtig ist, den Mensch an sich in Szene zu setzen.

1. Was gefällt Ihnen an Ulm besonders?
Ulli Schlieper: 
Dass es die gesündeste Stadt Deutschlands ist *lacht*, wie man aktuell gerade überall in den Medien lesen kann ... nein, das war Spaß. Ich finde Ulm ist nicht zu groß und nicht zu klein, es ist zwar kein München und kein Berlin, aber auch definitiv kein kleines Dorf. Was ich auch sehr zu schätzen gelernt habe ist, dass man sich untereinander kennt. Auch das Umfeld rund um Ulm gefällt mir.

2. Gründe warum Sie in Ulm sind?
Ulli Schlieper: 
Ich bin in Ulm geboren.
Inga Schlieper: 
Der Grund warum ich in Ulm bin ist mein Mann *lacht* Ursprünglich komme ich aus der Nähe von Berlin, habe aber 20 Jahre zwischen Heilbronn und Heidelberg gewohnt.

3. Was wollten Sie schon immer gerne mal machen, sind aber leider noch nicht dazugekommen?
Ulli Schlieper: 
Die letzte Jahre habe ich mir schon oft überlegt, mal ein komplett eigenes Fotoprojekt zu machen und den künstlerischen Aspekt der Fotografie etwas mehr hervorheben. Das heißt Ideen und Dinge zu verwirklichen, die man im Alltag eigentlich nicht machen kann. Daraus würde ich dann gerne eine Ausstellung oder einen Kalender machen. Aufgrund der Aufträge, die wir gerade haben, ist es leider aktuell aus zeitlichen Gründen nicht möglich.
Inga Schlieper: 
Für mich sind das eigentlich ganz kleine Dinge, welche wahrscheinlich für andere Menschen belanglose Sachen wären. Ich würde z.B. gerne einfach mal mit meinem Mann durchs Neckartal fahren oder mal in Ruhe gemeinsam Frühstücken. So große Dinge sind das bei mir eigentlich nicht, welche ich mal unbedingt machen möchte. Bei dem Fotoprojekt wäre ich natürlich mit am Start ... natürlich muss man auch erst mal an den Punkt im Leben kommen, in dem man es sich erlauben und leisten kann, etwas ganz freies zu machen.

4. Gibt es jemanden, den Sie gerne mal treffen würden?
Ulli Schlieper: 
Eigentlich niemand spezielles. Ich freu mich über die Menschen die ich jeden Tag treffe, es kommen dort viele interessante Gespräche zustande, welche man vorab gar nicht erwartet hätte.
Inga Schlieper: 
*lacht* Ich würde gerne, als bekennende Konzertgängerin, mal die Gruppe Ramstein treffen. Ich weiß, dass dies sehr polarisierend ist, aber ich mag die Gruppe und finde sie echt gut. Ich finde das sind ganz normale Familienväter, die ihr "Musik Projekt" machen, so wie wir uns in der Fotografie und Künstlerisch auslassen wollen. Gerne würde ich mich mit ihnen mal unterhalten und wissen wollen, wie diese auf ihre Ideen der Shows kommen.

5. Welche Musik hören Sie gerne?
Ulli Schlieper: 
Ich bin hier sehr offen, höre eigentlich nichts Spezielles. Einfach Musik welche zur aktuellen Situation passt, sei es im Studio oder auch im privaten Bereich.
Inga Schlieper: 
Ich höre gerne Metall und Hardrock, das läuft zum Beispiel bei mir im Auto *lacht*

6. Dieses Buch sollte jeder gelesen haben:
Ulli Schlieper: 
"Wie man Freunde gewinnt" von Dale Carnegie oder Motivationsbücher wie z.B. "Ich will, ich kann, ich werde". Was auch gut ist "Allen Carr - endlich Nichtraucher". Es gibt eine Regel in diesem Buch: "du darfst nie wieder eine Zigarette anfassen, auch nicht aus Spaß". Wenn man die Regel befolgt, dann funktioniert das auch. Damals hat es geholfen ... also damals *lacht*
Inga Schlieper: 
Normalerweise bin ich eigentlich eher so der Roman und Krimi Leser. Aktuell bin ich aber an einem Buch dran mit dem Titel "Die stärkste Marke sind Sie selbst ".

7. Was wollten Sie als Kind werden?
Ulli Schlieper: 
Bei mir ist das irgendwie schon zu lange her, ich kann das irgendwie gar nicht mehr sagen. Als Kind habe ich mich aber hobbymäßig sehr gerne mit Super8 Videoaufnahmen beschäftigt. Der Wunsch Fotograf zu werden, war als Kind allerdings noch nicht wirklich vorhanden.
Inga Schlieper: 
In den Poesiealben stand bei mir immer drin "Fotografin oder Musical-Darstellerin". Irgendwie habe ich das Ziel wohl schon eine ganze Weile verfolgt.

8. Was bedeutet Glück für Sie?
Ulli Schlieper: 
Hierzu müsste man Glück definieren. Ich würde einfach mal sagen, Sachen die passieren auf die man keinen Einfluss hat, die aber zum Wohlbefinden beitragen.
Inga Schlieper: 
Gesundheit und Freiheit finde ich das wichtigste. Für sein eigenes Glück ist jeder selbst verantwortlich.

9. Ihr Motto für den Alltag:
Ulli Schlieper: 
Starten jeden Tag mit einem Lächeln.
Inga Schlieper: 
"Wenn dich etwas stört oder es dir nicht gefällt, dann ändere es". Natürlich ist es manchmal einfacher gesagt als getan ... aber jammern bringt ja nichts.

10. Wen oder was mögen Sie gar nicht?
Ulli Schlieper: 
Nörgler und schlechtes Wetter *lacht*
Inga Schlieper: 
Negative und grundlos unhöfliche Menschen ... das mag ich gar nicht.

11. Wenn Sie Oberbürgermeister von Ulm wären, würden Sie ...
Ulli Schlieper: 
... Gönner heißen *lacht*

12. Was wünschen Sie sich für die Zukunft, persönlich und global?
Ulli Schlieper: 
Weltfrieden ... vermutlich die Standardantwort der meisten, aber im Grunde genommen ist es ja nicht falsch. Für mich persönlich Gesundheit, sowohl wirtschaftlich als auch körperlich. Nicht zu vergessen wäre dann noch Punkt 3.
Inga Schlieper: 
Weniger Oberflächlichkeit und mehr Toleranz von den Mitmenschen, das wünsche ich mir persönlich. Gerade in unserem Beruf arbeiten wir natürlich sehr visuell und natürlich geht es um Schönheit ... aber an sich ist ja jeder schön. Deswegen ist es manchmal schon ein bisschen traurig, dass manche wirklich nur nach dem äußeren bewerten und dabei Höflichkeit und Freundlichkeit eines Menschen völlig außer Acht lassen. Man kann so viele tolle Menschen kennen lernen, wenn man einfach ein bisschen offener aufeinander zugehen würde.
Wir bedanken uns herzlich bei Ulli Schlieper und Inga Schlieper für das freundliche Interview.