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Interview - Ulmate zu Besuch im Bärenland Ulm

Bärenland Ulm
Ulmate zu Besuch im Bärenland Ulm
  
Im Jahr 2003 startete Wilma Kwoll mit dem "Bärenland Ulm" durch, welches spezialisiert auf alle Arten von Fruchtgummis ist. Es ist das Paradies für Naschkatzen und Naschkater, aber auch für alle Menschen die ein schönes süßes Geschenk für ihre Lieben suchen. Viele exklusive Sorten sind dort zu Hause, das Angebot wird immer wieder durch neue Mischungen erweitert. Neben der Inhaberin Frau Kwoll sind 4 weitere Mitarbeiter im "Bärenland Ulm" beschäftigt.

1. Was gefällt Ihnen an Ulm besonders?
Wilma Kwoll: 
Vor allem die Menschen die hier wohnen ... und dass in Ulm trotz der überschaubaren Größe alles vorhanden ist, Kultur, Shopping, einfach alles.

2. Gründe warum Sie in Ulm sind?
Wilma Kwoll: 
1993 bin ich aus beruflichen Gründen von der Region Stuttgart nach Ulm gezogen und möchte von hier auch nicht mehr weg *lacht*

3. Was wollten Sie schon immer gerne mal machen, sind aber leider noch nicht dazugekommen?
Wilma Kwoll: 
Studieren! Mathematik oder VWL, das wollte ich schon als Jugendliche machen, leider werde ich wohl nicht mehr dazukommen.

4. Gibt es jemanden, den Sie gerne mal treffen würden?
Wilma Kwoll: 
Keine bestimmte Person, ich liebe alle Menschen. Ich treffe gerne unterschiedlichste Menschen und rede mit ihnen. Jeder Mensch hat etwas zu sagen und ist interessant und deswegen ist es niemand spezielles, den ich gerne mal treffen möchte. Man kann von jedem Menschen etwas lernen.

5. Welche Musik hören Sie gerne?
Wilma Kwoll: 
Soul und Klassik, das höre ich sehr gerne hoch und runter.

6. Dieses Buch sollte jeder gelesen haben:
Wilma Kwoll: 
Victor Hugo - die Elenden ... das Buch wurde gerade verfilmt und läuft aktuell im Kino. Man kann darin sehr viel für´s Leben lernen, vor allem Menschlichkeit.

7. Was wollten Sie als Kind werden?
Wilma Kwoll: 
Ärztin oder Biologin, ich helfe gerne Menschen.

8. Was bedeutet Glück für Sie?
Wilma Kwoll: 
Jeden Tag aufstehen zu können, jeden Tag wach zu werden. Ich empfehle den Film "Schlafes Bruder" in Dolby Surround und in 3D. Als ich den Film gesehen habe war ich total platt, man weiß nicht, ob man weinen oder staunen soll, der Film ist so beeindruckend. In diesem Film gibt es eine gute Aussage, "Schlaf ist der kleine Bruder des Todes." Deswegen sollte man froh sein, wenn man jeden Tag wieder aufwacht.

9. Ihr Motto für den Alltag:
Wilma Kwoll: 
"Alles wird gut", in allen Krisensituationen ist dies mein Motto.

10. Wen oder was mögen Sie gar nicht?
Wilma Kwoll: 
Lügen! Wenn mich jemand anlügt oder ich das Gefühl habe, dass mich jemand anlügt, da werde ich stinkesauer.

11. Wenn Sie Oberbürgermeister von Ulm wären, würden Sie ...
Wilma Kwoll: 
Ich würde die städtebauliche Entwicklung, welche gerade geschieht, etwas zurückfahren. Was mich furchtbar stört ist, dass egal über welche Straße man nach Ulm reinfährt, links und rechts Industrie ist. Der erste Eindruck, wenn man nach Ulm reinfährt, ist nicht mehr der selbe wie 1993. Auch innerstädtisch wird zu viel zugebaut, die kleinen Gässchen, welche das Flair von Ulm ausmachen, treten in den Hintergrund. Früher sind viele Leute von außerhalb nach Ulm gekommen, teilweise auch viele Leute aus Stuttgart, weil diese einfach dieses Flair dort nicht haben. Diese aktuelle Entwicklung finde ich schade. Wobei ich sagen muss, dass ich das Stadthaus und auch die Bibliothek, also die Kombination aus alt und neu nicht schlecht finde. Allerdings die Geschichte mit den ganzen Einkaufszentren wie den Sedelhöfen, Mutschlercenter, Galciezentrum, welche geplant sind, finde ich einfach zu viel. Auch die Industrie würde ich lieber in einem Industriegebiet sehen, als wie aktuell links und rechts und mitten in Wohngebieten.

12. Was wünschen Sie sich für die Zukunft, persönlich und global?
Wilma Kwoll: 
Für mich persönlich wünsche ich mir, dass ich weiterhin zufrieden bin und auch evtl. noch kommende Krisen gut meistern kann. Global wünsche ich mir, dass bei allem was auf der Welt passiert, mit mehr Nachhaltigkeit geplant wird. Aktuell habe ich so ein bisschen das Gefühl, dass z.B. Straßen gebaut werden, weil gerade Geld da ist und nicht weil es unbedingt Sinn macht. Gerade die Politik sollte lieber aus Gründen der Nachhaltigkeit entscheiden, als athok Aktionen abzusegnen, welche zwar kurzfristig ein Problem bei Seite schieben, aber keine nachhaltige Lösungen sind. Das Nächste was ich mich frage, wie lange soll der Wirtschaftsaufschwung noch weiter gehen. Letztendlich sitzen die Menschen in einem Hamsterrad, welches immer schneller läuft. Leider gibt es viel zu wenige Betriebe, die auf Nachhaltigkeit achten, auch gerade was die Mitarbeiter angeht. Ich hoffe, dass zukünftige Generationen dieses "Nachhaltigkeits-Problem" erkennen und nicht die gleichen Fehler machen.
Wir bedanken uns herzlich bei Wilma Kwoll für das freundliche Interview.