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Interview - Ulmate zu Besuch im Enchilada

Enchilada
Ulmate zu Besuch im Enchilada
  
Im Juni 1995 eröffnete das allseits beliebte Enchilada in Ulm, als viertes Restaurant der Unternehmensgruppe, zu welcher inzwischen 33 Lokale deutschlandweit gehören. Der Geschäftsführer und Teilhaber Pasquale Reccia, besser bekannt als "Lino", beschäftigt 18 Mitarbeiter im Enchilada Ulm, welche sich tagtäglich um das leibliche Wohl der Gäste sorgen. Das Motto vom Enchilada ist "Puro Mexico". Für die Gäste bedeutet das ein Stück Mexico in Ulm zu haben und sich im Restaurant einfach wohlzufühlen.

1. Was gefällt Ihnen an Ulm besonders?
Pasquale Reccia: 
In Ulm finde ich besonders toll, das man alles zu Fuß erreichen kann, man braucht keine U-Bahn um von A nach B zu kommen. Die Familienfreundlichkeit der Stadt darf man auch nicht unterschätzen, da es viele Möglichkeiten für Aktivtäten gibt. Durch die überschaubare Größe bleibt man auch mit Freunden und Bekannten ständig in Kontakt, da man sich immer wieder über den Weg läuft. Der Tourismus in Ulm ist natürlich auch etwas schönes, es belebt die ganze Stadt zusätzlich.

2. Gründe warum Sie in Ulm sind?
Pasquale Reccia: 
Geboren bin ich in Neapel in Italien. Mit 16 Jahren bin ich dann mit meinen Eltern nach Deutschland gezogen. Ich fühle mich hier ausgesprochen wohl, hab inzwischen selbst eine Familie, zwei Restaurants und ein tolles Umfeld. In Neapel ist die Welt ganz anders, zwar gibt es dort schöne Panoramen und man kann auch jeden Tag etwas neues erleben, aber alles in allem ist es dort viel chaotischer und unstrukturierter. Ich würde sagen, dass es mir in Ulm wunderbar gut geht, deswegen mag ich Ulm auch sehr.

3. Was wollten Sie schon immer gerne mal machen, sind aber leider noch nicht dazugekommen?
Pasquale Reccia: 
Ein WM Finale Deutschland gehen Italien mal zu sehen, das wäre etwas witziges. Die Chancen stehen ja nicht all zu schlecht, dass dies irgendwann mal passieren wird. Deutschland war schon 3x Weltmeister und Italien 4x Weltmeister.

4. Gibt es jemanden, den Sie gerne mal treffen würden?
Pasquale Reccia: 
Dadurch das ich aus Neapel komme und auch dort viel im Fußballstadion gewesen bin, habe ich Diego Maradona schon live trainieren und spielen sehen. Mit ihm würde ich mich sehr gerne mal unterhalten. Als Fußballer war er wirklich ein Weltstar, alles was außen rum passiert ist, bekam man nur durch die Medien mit. Deswegen wäre das sicherlich ein interessantes Gespräch, welcher Mensch genau hinter dem Fußballer und Rebell Maradona steckt.

5. Welche Musik hören Sie gerne?
Pasquale Reccia: 
Querbeet, nicht unbedingt Rock und Metall, aber House und Musik die gute Laune macht gefällt mir sehr gut.

6. Dieses Buch sollte jeder gelesen haben:
Pasquale Reccia: 
Zum Bücherlesen komme ich leider gar nicht wirklich, drei Kinder, zwei Restaurants und eine Frau, da bleibt relativ wenig Zeit *lacht*. Was sich allerdings die Leute sehr gerne mal anschauen dürfen ist unser Cocktailbuch vom Enchilada. An den Wochenenden veranstalten wir auch Cocktailkurse, welche auch sehr gerne als Geburtstagsgeschenk oder bei Junggesellenabschieden gebucht werden. Nach dem Kurs bekommen die Teilnehmer auch ein Exemplar dieses Buches, damit man dann auch zu Hause die Cocktails selber mischen kann. Übung macht den Meister.

7. Was wollten Sie als Kind werden?
Pasquale Reccia: 
Fußballprofi. Das war natürlich ein toller Sport wo man mit Kumpels zusammen spielen konnte. Zum Schluss habe ich in der Bezirksliga gespielt, allerdings fängt irgendwann der Ernst der Lebens an und man hat nicht mehr so viel Zeit wie in der Jugend. Auch wenn ich heute nicht mehr aktiv Fußball spiele, so bin ich immer noch sehr großer Fußballfan.

8. Was bedeutet Glück für Sie?
Pasquale Reccia: 
Gesundheit und Familie, das kann man mit nichts vergleichen. Wenn das alles in Takt ist, dann hat man das was man im Leben braucht. Viele sehr reiche Leute die nicht gesund sind, würden sicherlich auf all ihre Besitztümer verzichten und dafür lieber gesund sein.

9. Ihr Motto für den Alltag:
Pasquale Reccia: 
Täglich die gute Laune und Motivation behalten, egal ob Sonne oder Regenwetter. Dolce Vita sozusagen, das Beste aus dem Tag machen.

10. Wen oder was mögen Sie gar nicht?
Pasquale Reccia: 
Arroganz mag ich gar nicht. Geld und Kleidung verändert die Menschen zwar äußerlich, allerdings sollte man eher den Menschen selbst sehen. Um zurück auf das Thema Fußball zukommen, Ronaldo ist hierbei ein gutes Beispiel, welchem der Erfolg über den Kopf gewachsen ist. Er ist ein sehr guter Fußballspieler, aber die Arroganz welche er an den Tag legt hätte nicht sein müssen.

11. Wenn Sie Oberbürgermeister von Ulm wären, würden Sie ...
Pasquale Reccia: 
Im gastronomischen Bereich wäre es sicherlich nicht verkehrt, wenn man eine Anzahlgrenze für Lokale setzen würde. Zwar ist eine Vielfallt etwas sehr gutes, allerdings nimmt aktuell der Wildwuchs gerade etwas überhand. Das Image, das man in Ulm gut essen gehen kann, sollte nicht von der Menge der Restaurants sondern von der Qualität der Restaurants abhängig gemacht werden. Das zweite wäre, dass man im Sommer etwas länger draußen sitzen dürfte. In Deutschland gibt es nur wenige warme Sommerabende, da wäre es schön, wenn man diese auch nutzen könnte.

12. Was wünschen Sie sich für die Zukunft, persönlich und global?
Pasquale Reccia: 
Für mich Gesundheit und eine intakte Familie. Global ... das Italien Weltmeister wird *lacht* ... alternativ darf es Deutschland natürlich auch werden.
Wir bedanken uns herzlich bei Pasquale Reccia für das freundliche Interview.