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Interview - Ulmate zu Besuch bei Tresspunkt

Tresspunkt
Ulmate zu Besuch bei Tresspunkt
  
Das Schuhhaus Tresspunkt ist der Treffpunkt für modische und bequeme Schuhe in Ulm. Gegründet wurde das Unternehmen von Frank und Karin Tress im Februar 1998 im Blautalcenter, welches Anfang 2008 in die Stadtmitte umzog. Seit Anbeginn ist ein Team von 4 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt, welches euch kompetent zum Thema Komfortschuhe berät.

1. Was gefällt Ihnen an Ulm besonders?
Frank Tress: 
Die Vielseitigkeit und Überschaubarkeit der Stadt, sowie die Sympathie der Menschen die dort Leben.
Karin Tress: 
Ich finde ebenfalls die Überschaubarkeit der Stadt klasse, aber vor allem gefallen mir die vielen individuellen Geschäfte in den Gässchen.

2. Drei Gründe warum Sie in Ulm sind?
Frank Tress: 
Ich bin in Ulm-Söflingen geboren und mag das Ulmer Flair, durch welches ich genau genommen eine gewisse "Liebe" zu Ulm aufgebaut habe. Ulm ist für mich die schönste Stadt von Deutschland, zudem hat sie noch den höchsten Kirchturm der Welt. Es gab für mich keinen Grund, mich beruflich oder privat wo anders niederzulassen ... Ulm hat einfach was *lacht*
Karin Tress: 
*lacht* Ich bin ebenfalls in Ulm-Söflingen geboren ... manchmal habe ich schon fast das Gefühl, das alle Leute welche ich kennen lerne im Krankenhaus Ulm-Söflingen geboren wurden. Im geschäftlichen Bereich ist Ulm für uns ein optimaler Standort, da die Kaufkraft sehr groß ist und die Leute auch bereit sind gute Qualität zu kaufen.

3. Was wollten Sie schon immer gerne mal machen, sind aber leider noch nicht dazugekommen?
Frank Tress: 
Ich habe mir vorgenommen den Jakobsweg mit Ecco-Schuhen zu begehen. Dazu muss ich sagen, dass ich Ziele gut finde, welche im Leben auch erreichbar sind.
Karin Tress: 
Reisen *lacht*, ganz allgemein eigentlich. Ich habe jetzt kein spezielles Ziel, aber ich würde gerne die Welt sehen. Hierbei würden mir auch Städtereisen innerhalb von Europa sehr gefallen.

4. Gibt es jemanden, den Sie gerne mal treffen würden?
Frank Tress: 
Hape Kerkeling, den finde ich ganz witzig und er ist mir von seiner Art her wirklich sympathisch. Seine Leichtigkeit, Ausstrahlung und Charisma machen ihn zu einem unglaublich mitreißenden Menschen, welcher trotz aller Lustigkeit seine Sachlichkeit nicht verloren hat.
Karin Tress: 
So spontan hätte ich eigentlich nein gesagt, aber wenn ich jetzt gerade so überlege finde ich den Herr Prost von Liqui-Moly interessant. Man liest tolle Sachen über ihn und es ist ein toller Unternehmer, welcher für seine Mitarbeiter einsteht. Vor allem hat er sein Unternehmen von unten auf aufgebaut und wirklich etwas geschaffen. Das beeindruckt mich sehr.

5. Welche Musik hören Sie gerne?
Frank Tress: 
Im Grunde genommen alles. Was ich unheimlich gerne höre ist Rock, Pop und Klassik ... und wenn ich mich entspannen möchte setze ich einen Kopfhörer auf und höre Pink Floyd. Letzte Woche war in der Ratiopharm Arena die Australian Pink Floyd Show, welche ich natürlich nicht verpassen durfte *lacht*
Karin Tress: 
Ich höre gerne die Sachen die im Radio laufen, so Sachen wo man im Stillen für sich nebenbei auch mal ein bisschen mitsummen kann.

6. Dieses Buch sollte jeder gelesen haben:
Frank Tress: 
"Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling. Darin beschreibt er Ziele und Wege die er selbst erreicht hat und zeigt auf, dass Dinge die einen im Kopf blockieren, mit den Methoden wie "einfach machen", "sich etwas zutrauen" und "einfach mal den Kopf freimachen für neue Dinge", wichtige Schlüssel im Leben sind.
Karin Tress: 
Das "Das Montglane Spiel" finde ich ein unheimlich spannendes Buch, weil es völlig unvorhersehbar ist. Bei den meisten Krimis weiß man ja schon vorher ein klein wenig wie es ungefähr ausgehen wird. Dann die Triologie von Stieg Larsson, ebenfalls sehr spannend und empfehlenswert, da kann man nicht mehr aufhören zu lesen *lacht*

7. Was wollten Sie als Kind werden?
Frank Tress: 
Hubschrauberpilot. Mich hat als Kind wahnsinnig die Möglichkeit fasziniert, wie man etwas in alle Richtungen in der Luft bewegen kann.
Karin Tress: 
Lehrerin ... ich bin eigentlich schon immer gerne mit Kinder umgegangen und habe auch schon im Sportverein eine Kindergruppe geleitet. In früheren Zeiten waren ja Lehrer noch richtige Respektspersonen. Ich erinnere mich noch daran, wenn meine Mutter z.B. sagte "der Herr Lehrer kommt", das hatte damals schon noch etwas Respekteinflößendes ... was sich ja inzwischen bekanntlich etwas geändert hat.

8. Was bedeutet Glück für Sie?
Frank Tress: 
Glück bedeutet für mich Erfolg und Harmonie, so würde ich das in ganz kurzen Worten beschreiben. Natürlich gehört Gesundheit, was vermutlich jeder sagen würde, sowie ein Geschenkekorb zum 50sten mit Doppelherz auch dazu, aber das große Allumfassende für mich ist Erfolg und Harmonie.
Karin Tress: 
Zufriedenheit und Gesundheit.

9. Ihr Motto für den Alltag:
Frank Tress: 
Mein Motto ist "Wer bremst verliert". Das heißt für mich, man sollte nicht in zu vielen Gedanken verharren, sondern den Dingen seinen Lauf lassen und sich dadurch nicht selber blockieren. Aktiv Gas geben sozusagen ... *lacht*
Karin Tress: 
Sich selbst treu bleiben und ehrlich sein, dann kommt man gut durchs Leben. Das ist zwar nicht immer bequem, aber so bleibe ich mir selbst treu und es kommt auch allen anderen zu gute.

10. Wen oder was mögen Sie gar nicht?
Frank Tress: 
Also im Grunde genommen kann ich Menschen die keine Eigeneverantwortung tragen können nicht leiden. Damit meine ich Leute, welche in ihrem "Vollkasko Denken" immer anderen Leuten die Schuld geben ... und das sogar bei ihren eigenen Entscheidungen.
Karin Tress: 
Menschen die Verantwortung abwälzen und immer gleich enttäuscht sind, da kann ich schwer damit umgehen. Zum Beispiel der Satz "Jetzt bin ich aber enttäuscht, weil ...", obwohl es letztendlich das eigene Verschulden ist.

11. Wenn Sie Oberbürgermeister von Ulm wären, würden Sie ...
Frank Tress: 
Also wenn ich OB von Ulm wäre, würde ich als erstes die Bußgelder in Ulm auf Bundesniveau zurückheben und nicht, wie aktuell, in der deutschen Topliste (Automobil TV 21.04.2013) stehen wollen. Schließlich brauchen die Menschen nicht das Geld für Strafzettel, sondern zum Einkaufen und Leben. Durch den Konsum nimmt die Stadt ja ebenso Geld ein. Natürlich sehe ich es ein, dass wenn ich falsch parke, ich dafür zahlen muss ... das sehe ich schon auch so. Trotz allem führt Ulm im Ermessenspielraum, welcher den Ländern und Städten freigelegt ist, absolut die Top-Liste an, was Bestrafung angeht. Das wäre mein OB-Anliegen ... vielleicht liest er ja das Interview auch und kann sich mal Gedanken darüber machen.
Karin Tress: 
Ganz spontan fällt mir dazu ein, dass man für etwas mehr Sauberkeit und Sicherheit in der Stadt sorgen könnte. Es gab im letzten halben Jahr enorm viele Einbrüche hier in dieser Ecke, wobei ich mir hier jetzt nicht ganz sicher bin, ob der OB etwas in dieser Richtung unternehmen kann. Das zweite wäre, dass man die letzten Jahre über merkt, dass viele Dinge in Ulm etwas verdrecken, gerade was Pflanzen und Blumenkübel angeht, welche immer mehr als Abfalleimer verwendet werden. Natürlich liegt es auch an jedem Bürger selbst, dass man seinen Abfall nicht einfach auf die Straße fallen lässt. Aber vielleicht sollte man etwas mehr von dem Geld, welches durch die Papierchen an den Autoscheiben reinkommt, in die Papierchen die auf dem Boden liegen investieren *lacht*

12. Was wünschen Sie sich für die Zukunft, persönlich und global?
Frank Tress: 
Im Grunde genommen finde ich wichtig, dass es Frieden und Toleranz auf der Welt gibt. Die Leute sollen sich nicht die Haare vom Kopf reißen, nur weil jeder einen anderen Gott hat und jede Religion etwas anderes lehrt. Selbstverständlich gehört Gesundheit und ein intaktes Familienleben für mich im privaten Bereich auch dazu, aber alles in allem finde ich ein "bisschen mehr miteinander" das, was ich mir wünsche.
Karin Tress: 
Gesundheit und ein faires Miteinander, so dass jeder Mensch sein Leben selbst in Würde bestreiten kann.
Wir bedanken uns herzlich bei Frank Tress und Karin Tress für das freundliche Interview.